Berufsbegleitende Weiterbildung Systemische Erlebnispädagogik
Systemische Erlebnispädagogik verbindet Haltung, Theorie und Praxis zu einer reflektierten Begleitung von Entwicklungsprozessen mit nachhaltiger Wirkung.
Alle Kurse sind vom Bundesverband individual- und Erlebnispädagogik Be® zertifiziert.
Beschreibung
Der systemische Ansatz in der Erlebnispädagogik zeigt sich vor allem in der Haltung, mit der wir Prozesse begleiten. Eine Haltung kann man im engeren Sinne nicht lernen – eine Haltung kann man jedoch entwickeln. Genau das ist unser Vorhaben in der Weiterbildung Systemische Erlebnispädagogik.
Zusätzlich beschäftigen wir uns mit den Fragen der Systemtheorie und des Konstruktivismus – in Bezug auf uns selbst, das Handlungsfeld Erlebnispädagogik und unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Der systemische Anteil zeigt sich dabei vor allem in der Art der Reflexion des Erlebten und der Begleitung der Teilnehmenden. Neben einer technischen Ausbildung und passenden Ausrüstung sind es im Wesentlichen wir selbst, die es den Teilnehmenden ermöglichen, sich beim Betreten neuer Räume auf jeder Ebene sicher zu fühlen.
Authentizität unterstützt Wirkung: Mögen die „Berge ihre eigene Sprache sprechen“ – der Übersetzer dieser Sprache bleiben stets wir, und die Teilnehmenden wiederum werden zu ihren eigenen Interpreten.
Systemisch-konstruktivistisches Denken zeigt sich in drei unterschiedlichen Bereichen:
- Als theoretischer Hintergrund zur Erklärung zwischenmenschlicher Phänomene.
- Als Grundannahmen, die die Sichtweisen und die Haltung der Prozessbegleiter leiten.
- Als konkrete Methoden und Interventionsstrategien in der professionellen Beratung.
Inhalte & Themen
In der Weiterbildung beleuchten wir alle drei Bereiche: Wir untersuchen Situationen vor dem Hintergrund systemischer Annahmen, betrachten unseren eigenen Einfluss als begleitende Menschen auf den Prozess und üben uns in konkreten systemischen Interventionen in erlebnispädagogischen Entwicklungsprozessen. Dabei überprüfen wir immer wieder unsere eigene Haltung – wie sie entstanden ist und wie sie unser Denken und Handeln lenkt – und nehmen die eigenen „Schubladen“ des Denkens unter die Lupe. Der Anteil an Selbsterfahrung ist entsprechend hoch.
- Systemtheorie und Konstruktivismus als Grundlage der Prozessbegleitung
- Systemische Interventionen in erlebnispädagogischen Entwicklungsprozessen
- Reflexion der eigenen Haltung und der eigenen Denkmuster
- Technische Ausbildung und Ausrüstungskompetenz – u. a. Seilarbeit
- Orientierung mit Karte und Kompass
- Intensive Selbsterfahrung
Zielgruppe
Die Weiterbildung richtet sich an Menschen, die Prozesse in der Erlebnispädagogik professionell begleiten möchten und bereit sind, dabei auch die eigene Haltung zu reflektieren.
Das Kursformat mit Terminen vorwiegend am Samstag und Sonntag eröffnet insbesondere jenen einen Zugang, die unter der Woche nicht teilnehmen können.
Orte
Die Ausbildung findet überwiegend draußen in der Natur statt – dort, wo erlebnispädagogische Prozesse ihre Wirkung entfalten. Die konkreten Veranstaltungsorte werden je Kurs bekannt gegeben.
Außen handeln – Innen schauen
Das Buch zur Ausbildung von Roland Abstreiter, Rafaela Zwerger und Reinhard Zwerger – erstmals erschienen im September 2017 – trägt den Titel „Außen handeln – innen schauen. Systemische Prozessbegleitung in der Erlebnispädagogik“.
Es verbindet den theoretischen Hintergrund von Systemtheorie und Konstruktivismus mit der konkreten Praxis der Prozessbegleitung und begleitet die Weiterbildung als vertiefende Lektüre. Inzwischen liegt es in der 3. erweiterten Auflage (2023) vor.